Jede Frau wird es irgendwann erleben – die Wechseljahre. In jungen Jahren macht man sich wohl eher noch keine Gedanken darüber, warum auch. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt sich bei jeder Frau langsam, aber sicher etwas zu verändern. Man spricht nicht gerne darüber, aber jede Frau bemerkt es durch die so genannten Wechseljahresbeschwerden.
Die Wechseljahre sind hormonell bedingt, wobei sich der Hormonhaushalt der Frau beginnt umzustellen. Das kann bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen mit der Prämenopause. Dabei kann es zu ausbleibenden Zyklen kommen. Anschließend kommt es zur Menopause, also zu dem Zeitpunkt wobei die Frau das letzte Mal eine spontane Menstruation bekommen kann. Das kommt daher, dass die endokrine Funktion der Eierstöcke nachlässt. Somit ist auch die Fruchtbarkeit der Frau beendet, da es zu keinen Eisprüngen mehr kommen kann. Der medizinische Hintergrund hierbei ist auch, dass der Östrogenspiegel absinkt. Neben der Unfruchtbarkeit kann es auch zu weiteren Wechseljahresbeschwerden kommen.
Als Postmenopause wird der Zeitraum von zwölf Monaten nach der letzten spontanen Menstruation genannt. Als erste Anzeichen der Wechseljahre gibt es unregelmäßige Zyklen, das heißt abwechselnd schwächere oder stärkere Blutungen, Zwischenblutungen, oder die Menstruation bleibt 2 bis 3 Monate aus. Die Beschwerden, die sich durch den Rückgang des Östrogens einstellen nennt man auch klimakterisches Syndrom. Dazu zählen viele Ereignisse. Beispiele sind hierfür Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Libidomangel, eine trockene Scheidenflora, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Entzündungen im Ovarialbereich und/oder der Blase. Durch diese Beschwerden kommt es häufig zu Schlafstörungen und psychischen Problemen der Frauen. Weitere Beschwerden sind Schwindel, Müdigkeit, Nervosität, Aggressivität, Konzentrationsschwächen, Gedächtnisstörungen, Harninkontinenz, eine Verminderung des Selbstwertgefühls, Haarausfall und verstärktes Haarwachstum an anderen Körperregionen. Man könnte noch viele weitere aufzählen, da der Östrogenmangel sich allgemein schlecht auf den Körper auswirkt. Neuerdings gibt es einige Methoden um dem Abhilfe zu schaffen. Es soll vermieden werden, dass der Östrogenspiegel so drastisch absinkt.
Oft helfen künstlich zugeführte Hormone, oder Pflanzenpräparate damit die Beschwerden nicht in dem Ausmaß stattfinden. Für viele Frauen ist auch ein abwechslungsreicher Lebensstil die Lösung, andere benötigen Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga. Schlecht bei einer Hormonbehandlung ist, dass es nur kurzfristig zur Linderung der Beschwerden kommt. Eben solange, wie die künstlichen Hormone eingesetzt werden. Deshalb sollte man als Frau darauf achten, auch im Alter Fit zu bleiben durch diverse Sportarten, was auch im Bereich Hormonhaushalt oft Wunder wirken kann.